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Roter Stern
Historie des Roten Stern
Ganz Deutschland ist von "Deutschland sucht den Superstar" benebelt.
Ganz Deutschland? Nein, nördlich von Krefeld in einem kleinen Ort mit dem klangvollen Namen Traar, gibt es ihn noch, den Kampf Mann gegen Mann und - allerdings seltener - auch Mannschaft gegen Bierkasten
Eigentlich wollten ein paar Väter in Traar (und Verberg) nur mal dem Nachwuchs die Freude des gepflegten Fußballspiels nahe bringen.
Einige erklärten sich bereit, als Trainer zu wirken. Noch mehr erklärten sich bereit, Ihre Sprösslinge auch tatsächlich diesen Trainern anzuvertrauen.
Wie es so kommt: Man sieht sich, man spricht, man erkennt, dass die Väter auch noch können und wollen.
Im Jahre 2002 begann ein kleines Häuflein mit großem Mut, bis die Sommerferien dem geregelten Spielbetrieb den Garaus machten.
Ein Jahr danach sieht das Unternehmen schon ganz anders aus, ein regelmäßiges Spielen ist möglich. Rekord 29. Juli: 16 Mann, es müssen 3 Mannschaften gebildet werden.
Der 29. Juli: Es war einer dieser Tage an dem man morgens noch nicht ahnt, was der Tag noch großartiges bringen sollte. Prächtiges Wetter und auch jede Menge Spieler.
Nach gepflegten 2 h unter sengender Hitze wurde die zweite Disziplin (s.o.) bewältigt.
Allgemeines Stimmengewirr in Bierlaune, plötzlich einer: "Wir sollten mal gegen eine andere Mannschaft spielen." Ein Anderer: "Gute Idee, machen wir. Aber brauchen wir nicht vorher einen Namen?"
Wieder ein anderer: "Wie wär's mit Lokomotive Traar?"
"Genau, oder auch Dynamo Traar."
"Oder wie wär's mit Roter Stern Traar, geil!"
"Partisan Traar" "Traktor Traar" ...
In kürzester Zeit war eine Liste erstellt mit einer ganzen Reihe von Vorschlägen. Spontan beginnen die Kräfte demokratischer Selbstorganisation zu wirken, (G'lernt ist halt g'lernt!)
Erste Wahlrunde
Dynamo Traar 1
Lokomotive Traar 6
Partisan Traar 0
Roter Stern Traar 8
Traktor Traar 1
Zweite Wahlrunde:
Lokomotive Traar 8
Roter Stern Traar 8
Zehn Minuten Palaver.
Dritte Wahlrunde
Lokomotive Traar 8
Roter Stern Traar 8
Verflixt, es scheint nicht einfach.
Wie werden Entscheidungen erzwungen, wenn auch in der Verlängerung noch keine gefallen ist? Richtig: Elfmeterschießen!
Rasch zum Tor, Links 8, Rechts 8, jeweils ein Torwart gewählt. Und los.
Es war spannend und zuletzt hat es der Torhüter für "Roter Stern" gemacht. 5:2 nach jeweils sechs Schützen.
Großer gemeinsamer Jubel. Zurück zu den Bänken. Dort wurde noch ein Thorsten zum Spielführer gewählt.
Und unter gemeinsamer Erörterung der großen Zukunft, die dieser Mannschaft bevorsteht, klang der Abend aus.
Ja, so war's, damals im heißen Juli 2003 in dem kleinen Örtchen Traar, nördlich von Krefeld und nicht weit vom Rhein.
Womit wieder bewiesen war: "Entscheidend is' auf ' m Platz!" Demokratie hin oder her. ;-)